textkunstdesign
| Forum-Rolle | Mitglied seit | Letzte Aktivität | Themen erstellt | Erstellte Antworten |
|---|---|---|---|---|
| Mitglied | Februar 17, 2018 (8 Jahren) |
- | 1 | 0 |
- Forum-Rolle
- Mitglied
- Mitglied seit
Februar 17, 2018 (8 Jahren)
- Letzte Aktivität
- -
- Themen erstellt
- 1
- Erstellte Antworten
- 0
Biografie
Text - Geschrieben und Leute zugetextet mit Schreibfehlern und Gedankensprünge bis zum Abwinken, um mir Worte und Schrift zu erobern, wild drauf los und mit eigener Recht-Schreib-UNG, habe ich mich getraut, als mir es mir vollkommen egal war, ob ich Fehler mache oder nicht.
Heute erscheint mir das, wie Weg, wie sich jemand aus dem W-Irrsinn eines narzißtischen Elternhaus entfernen und langsam befreien kann. Glücklicherweise hatte ich Pausen und konnte mir andere Vorbilder wählen, die mir zeigten, es kann auch anders sein, zu leben. Mögen mir alle die Verzeihen, die ich mit meinen Ergüssen genervt habe.
Design: Alles, was ich in die Hand bekomme, ist kaum davor geschützt, dass ich diesen Gegenstand verändere oder zurecht putze, einfach verkehre oder etwas darin erkenne, das keiner zuvor gesehen hat.
Kunst: Gemalt habe ich schon seit ich denken kann. Anerkannt wurde es nicht, weil ich ungenau und zu farbig gemalt habe. Da ich zu den Jahrgang Mädchen gehöre, denen der Himmel immer wieder gewiß war, bin ich jetzt erst seit geraumer Zeit in der Lage, mich als Künstlerin zu erleben.
2007 Wurde meine innere Suche jäh unterbrochen. Auf verschlungenen Wegen wurde eines meiner Bilder zum Gastgeschenk der Universität Bochum für den damaligen und ersten Präsidenten Afghanistans, Hamid Karzei, auserkoren. Was ich lange danach erfuhr war, Präsident Karzei gab seine Zustimmung, er wollte das Bild und somit wurde dem Protokoll Genüge getan und ein Termin für seinen Besuch der Universität konnte fest gesetzt werden.
Mein Bild wollte ich nicht hergeben. Für mich war das befremdend. Alles geschah, mehr gegen meinen Willen und ich musste einlenken, denn alles ging seinen afghanischen Weg. Es störte meine Arbeit. Die ganze Angelegenheit ist eine absurde Geschichte, die sich nur das Leben ausdenken kann, aber niemals ein Mensch.
Ich hatte 2004 unter dem Künstlernamen Janan Karim angefangen zu malen, weil ich mein Engagement für Afghanistan damit beenden wollte und unter dieses Kapitel einen Strich ziehen.
Mir war völlig unbekannt, dass Janan (Paradies) in Afghanistan ein Männername ist.
Wo immer sich mein Bild befindet, es ist signiert mit «Janan Karim» (Karim bedeutet großherzig) und jeder nimmt an, das Gemälde sei von einem männlichen Afghanen gemalt. Nun bin ich weder männlich, noch afghanisch, im Gegenteil. Auf dieses „Abenteuer“ hätte ich gerne verzichtet, mein Bild der Universität für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen.
Kurz nach der Übergabe des Bildes stand plötzlich mein Atelier in Bonn unter Wasser. Ein Heizungsrohr war aufgrund einer Druckprüfung im anderen Teil des Gebäudes geplatzt. Innerhalb von zwei Stunden wuchsen Pilze und Schimmel an meinem Wänden. Der Bodenbelag schwamm und quatschte.
Trotz allem Unglück, war dies für mich ein Glück mich. Ich konnte mich zurück ziehen. Ich wechselte meinen Künstlernamen und meinen Wohnort.
Nach einer Umzugsreise durch Deutschland, bin ich inzwischen wieder in Niederbayern gelandet, am Ende meiner Selbstfindung, was nichts anderes als ein Neuanfang bedeutet. Jetzt bin ich endlich angekommen und male unter meinem richtigen Namen.
Künstler zu sein, ist nichts, das sich von aussen nach innen vollzieht. Es will reifen und es braucht Zeit, innen und außen in Einklang zu bringen.
Ich hätte immer wieder eines meiner Bilder verkaufen können, aber ich war nicht so weit.
Ich erinnere mich oft an die Mutter eines Bildhauers, der in der Volksbank in Passau, Mitte der 80er Jahre, kleine Skulpturen ausgestellt hatte, lauter Nibelungen-Drachen in verschiedenen Größen. Sie waren wunderschön und standen jeder Einzelne für sich. Leider ist mir der Name des Künstlers entfallen und so viel Geld mir einen von den kleinen zu kaufen hatte ich damals nicht.
In Bezug auf die Kunst ihres Sohnes, sagte die Mutter, «Es muss alles durchlebt und durchlitten sein. »
Diese Beschreibung, wie ihr Künstlersohn gerungen hat mit sich, um seiner Kunst einen Ausdruck geben zu können, beeindruckte mich sehr und begleitet mich seither.
Das ein ist wenig biografisches über mich in Kürze hingeworfen, ein Bruchteil meines Lebens. Mag sein, meine bildlichen «Ausdrücke» erzählen jenen mehr, die es verstehen und behüten mögen oder ganz anders…
06.11.2018 Copyright by Annette A. Heermann